Produkte von Outdoor Life Products sind nicht direkt bei Outdoor Life Group Nederland Gouderak B.V. oder online bei Outdoor Life Products erhältlich. Wir beliefern große Baumärkte und Online-Händler in den Benelux-Ländern. Hast du ein Produkt gesehen, das du gerne kaufen möchtest? Wir verweisen dich gerne an einen unserer Kunden weiter.
Warum wird Holz imprägniert?
Wir verkaufen unter anderem imprägniertes Gartenholz aus Fichte und Kiefer. Mit anderen Worten: Wir imprägnieren das Fichten- und Kiefernholz. Das tun wir, weil Fichte und Kiefer von Natur aus wenig haltbar sind und das Holz ohne Behandlung nach einigen Jahren zu verrotten beginnt. Neben Fichte und Kiefer verkaufen wir auch Douglasie und Hartholz. Diese Holzarten sind von Natur aus haltbarer und werden daher von uns unbehandelt verkauft.
Wie läuft der Imprägnierungsprozess ab?
Die Imprägnierung von Fichten- und Kiefernholz beginnt mit der (künstlichen) Rücktrocknung des Holzes auf einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 20 %. Anschließend wird das Holz in sogenannte Vakuumdruck-Imprägnierkessel gegeben, um Imprägnierflüssigkeit hinzuzufügen. Diese Imprägnierflüssigkeit wird unter hohem Druck in das Holz gepresst und sorgt dafür, dass das Holz danach länger vor natürlichem Verfall durch Pilze, Insekten und Bakterien geschützt ist.
Ist imprägniertes Holz denn gefährlich?
Die Antwort lautet nein. Wir imprägnieren unser Holz unter strengen Auflagen des KOMO-Instituts. KOMO ist ein unabhängiges Institut, das zahlreiche Studien durchgeführt hat, um die Auswirkungen von imprägniertem Holz auf Mensch und Natur zu untersuchen. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass die Imprägnierung nach KOMO-Zertifizierung weder für Mensch noch für die Umwelt schädlich ist. Die von uns verwendeten Mittel sind für den Menschen unbedenklich.
Kann imprägniertes Holz also problemlos verwendet und verarbeitet werden?
Ja. Verschiedene Studien zeigen, dass imprägniertes Holz mit KOMO-Zertifizierung problemlos für Anwendungen im Garten genutzt werden kann, zum Beispiel für Spielgeräte, Sandkästen, Gemüse- und Ziergärten, Zäune, Kompostbehälter und so weiter. Das zeigt sich auch daran, dass imprägniertes Holz mit KOMO-Zertifizierung ganz normal zusammen mit unbehandeltem Holz bei den kommunalen Abfallentsorgern abgegeben werden kann. Bei der Verarbeitung von imprägniertem Gartenholz musst du keine anderen Schutzmaßnahmen treffen als bei der Verarbeitung von unbehandeltem Holz.
Hält Holz nach der Imprägnierung viel länger?
Grundsätzlich kann man sagen, dass imprägniertes Holz etwa fünfmal länger hält als unbehandeltes Holz. Bei Fichten- und Kiefernholz kann man davon ausgehen, dass diese nach der Behandlung eine durchschnittliche Lebensdauer von 5 bis 10 Jahren haben. Dies hängt jedoch von externen Faktoren ab, wie der Verwendung der richtigen Befestigungsmittel (z. B. Befestigungsmittel aus Edelstahl), eventuellen Nachbehandlungen, dem Klima usw. Darüber hinaus spielen Faktoren wie der Anteil an Splintholz eine Rolle. Splintholz ist der äußerste Kern des Holzes; der sogenannte zuletzt gewachsene Teil. Dieser Teil ist von Natur aus weniger haltbar. Hat eine Holzart einen hohen Anteil an Splintholz, ist sie weniger haltbar.
Also muss ich imprägniertes Holz nicht pflegen?
Als Faustregel gilt, dass imprägniertes Holz pflegeleicht ist. Ist das Holz einmal imprägniert, muss es nicht mehr gegen Befall durch Pilze, Insekten und Bakterien nachbehandelt werden. Beachte jedoch: Alle Holzarten (behandelt und unbehandelt) bleiben empfindlich gegenüber UV-Strahlung. Alle Holzarten werden mit der Zeit unter dem Einfluss von Sonnenlicht verfärben (vergrauen). Dies lässt sich verhindern, indem man das Holz mit verschiedenen Farbbeschichtungen wie beispielsweise Beize und Farbe behandelt.
Was ist das Ziel des Imprägnierverfahrens?
Ein Teil unseres Gartenholzes wird anthrazit-imprägniert. Das Ziel des Imprägnierverfahrens ist es, eine deckende anthrazitfarbene Schicht zu erzielen. Anthrazit-imprägnierte Produkte sind nicht dasselbe wie schwarz lackierte Produkte.
Wie läuft der Tauchprozess genau ab?
Das Gartenholz wird dreimal für jeweils 10 Minuten in Flüssigkeiten getaucht, die in einem großen Tauchbecken umgewälzt werden. Im Tauchbecken befindet sich eine Mischung aus Inhaltsstoffen, auch Additive genannt. Die Tauchflüssigkeit hinterlässt ihre Pigmente zusammen mit einer Reihe weiterer Additive im und auf dem Holz. Die Pigmente in der Flüssigkeit verleihen dem Holz die anthrazitfarbene Tönung. Das Holz wird dreimal eingetaucht, um eine optimale Haftung der anthrazitfarbenen Pigmente zu gewährleisten.
Welche Farbe bekommt das Holz nach dem Tauchen?
Das Tauchen ist kein Verfahren, das die Lebensdauer verlängert; dafür muss das Holz imprägniert werden. Aus diesem Grund imprägnieren wir das Holz zuerst, um es haltbar zu machen. Danach tauchen wir das Holz ein, um die schöne anthrazitfarbene Tönung zu erzielen. Die Farbe muss als Grundierung betrachtet werden. Holz ist schließlich kein „geschlossenes“ System, Holz atmet und reagiert auf Witterungseinflüsse. Außerdem können Astlöcher, Harz oder andere Unebenheiten im Holz nach dem Eintauchen weißlich hervortreten. Holz ist ein Naturprodukt, und das können wir nicht verhindern.
Beizen
Wir empfehlen Verbrauchern, imprägniertes Gartenholz mit einer im Baumarkt erhältlichen Farblasur für den Außenbereich zu behandeln. Wir empfehlen, das Produkt innerhalb von 2 Jahren nach der Aufstellung zu beizen und dies mindestens einmal alle zwei Jahre zu wiederholen. Dies dient dazu, die Farbe des imprägnierten Produkts so gut wie möglich zu erhalten, das Holz vor Witterungseinflüssen zu schützen und die Lebensdauer zu verlängern. Die Farbe der Beize sollte nach Augenmaß ausgewählt werden. Die Häufigkeit des Beizens hängt davon ab, wo das Produkt im Garten steht – zum Beispiel in der prallen Sonne, im Schatten oder ständig im Regen.
RAL-Farben
Durch das Beizen unserer imprägnierten Gartenholzprodukte bleibt die Holzmaserung des Produkts weiterhin sichtbar. Aus diesem und den oben genannten Gründen können wir keine Übereinstimmung zwischen einer RAL-Farbe und unseren imprägnierten Gartenholzprodukten angeben.
Streifenbildung durch Stapelleisten
Unsere Gartenholzprodukte werden als komplettes Paket getaucht. Es kann vorkommen, dass an der Stelle einer Leiste ein kleiner Teil des Gartenholzes sichtbar ist, da die Tauchflüssigkeit diese Stelle nicht vollständig erreichen konnte. Verbraucher können dies mit einer Farblasur für den Außenbereich beheben. Für das beste Ergebnis solltest du am besten das gesamte Produkt in die Lasur tauchen.
Oberflächliche Schimmelflecken im Holz können entstehen, wenn nasse Teile eine Zeit lang dicht aufeinandergestapelt liegen, was bei der Herstellung und beim Transport der Fall sein kann.
Tipp! Schimmel lässt sich leicht mit einem Reinigungsmittel (z. B. Essig oder Bleichmittel) oder einem speziellen Schimmelentferner beseitigen. Übrigens verschwindet er mit der Zeit von selbst durch Witterungseinflüsse.
Zum Schutz vor Viren und Infektionen bildet ein Baum Harz. Dies ist ein natürliches Phänomen, und die Menge an Harz kann von Baum zu Baum stark variieren. Nachdem das Harz ausgehärtet ist, lässt es sich leicht entfernen.
Tipp! Eventuelle Harztropfen kannst du vorsichtig abkratzen oder mit Terpentin entfernen.
Keine Diele und kein Balken gleicht dem anderen, weshalb Farbe und Struktur variieren können. Daher kann es vorkommen, dass das Produkt, das du aus dem Holz gefertigt hast, letztendlich leichte Farbunterschiede aufweist. Nach der Verarbeitung werden sich die Farbunterschiede unter Witterungseinflüssen ausgleichen. Mit der Zeit wird das Holz jedoch – selbst wenn es imprägniert ist – unter dem Einfluss der UV-Strahlung im Sonnenlicht heller werden und vergrauen. Das Vergrauen von Holz ist ein langsamer Prozess.
Bei imprägniertem Holz kann es so aussehen, als würde sich Salz an der Oberfläche bilden. Diese Verfärbung in Form von weißen und grünlichen Flecken entsteht durch die Wechselwirkung zwischen Imprägniermittel und Harz. Diese Flecken verschwinden von selbst.
Tipp! Lässt sich ganz einfach mit einem feuchten Tuch entfernen.
Während des Wachstums eines Baumes dringen vereinzelt kleine Insekten in den Baum ein, auf der Suche nach nährstoffreichen Saftströmen. Dabei bohren sie kleine (submillimetergroße) Löcher in das Holz, die erst sichtbar werden, wenn das Holz gesägt wird. Insekten überleben in totem Holz nicht und stellen daher keine Gefahr für die Haltbarkeit des Holzes dar. Pinholes treten am häufigsten in Hartholz auf, können aber in allen Holzarten in unterschiedlicher Menge vorkommen.
Jahresringe, Fugen und Astknorren gehören zum Charakter des Holzes. Astknorren und Astlöcher im Stamm entstehen durch Seitenäste des Baumes. Die Anzahl und Art der Astknorren hängt von der Holzart ab. Jahresringe geben Aufschluss über das Alter des Baumes.
Tipp! Lose Astlöcher oder Astknorren können jederzeit mit Holzleim wieder befestigt werden.
Vor allem tropisches Hartholz kann Flüssigkeiten absondern, die manchmal weiß, rot oder braun sind. Diese Stoffe sind harmlos, können aber Flecken auf dem Untergrund hinterlassen oder sich mit der aufgetragenen Farbschicht vermischen. Das sogenannte „Ausbluten“ hört mit der Zeit von selbst auf.
Tipp! Arbeite nur mit gut getrocknetem Holz. Trotzdem Flecken? Die verschwinden mit der Zeit durch Regen.
Ein Baum besteht aus Splintholz und Kernholz. Das Kernholz sorgt für die Festigkeit, während das Splintholz die Nährstoffe transportiert. Bei manchen Holzarten, wie Kiefer und Douglasie, hat das Splintholz eine hellere Farbe. Bauholz besteht zum Teil aus Splintholz; kleinere Teile wie Latten und Bretter können einen höheren Splintholzanteil haben. Von Natur aus ist Splintholz weniger langlebig.
Feuchtigkeit oder Trockenheit führen zu Volumenveränderungen, wodurch sich Holz ausdehnen oder schrumpfen kann. Dadurch können Risse entstehen. Generell gilt: Je höher die Dauerhaftigkeitsklasse, desto kleiner die Trockenrisse. Holz arbeitet nur unter feuchten Bedingungen oder bei ungleichmäßiger Trocknung.
Tipp! Schütze das Holz vor der Verarbeitung vor allen Witterungseinflüssen.